Regatten zu veranstalten, fordert von der Gemeinschaft eines Segelclubs große Anstrengungen. Im Gegensatz zu den professionellen Sportveranstaltungen wie denen im Fussball oder im Automobil-Rennsport werden Segelregatten, die sich auf gleichem nationalen oder internationalem Niveau bewegen, in der Regel von und mit ehrenamtlichen Helfern, Wettfahrtleitungen und Schiedsrichtern organisiert. Ausnahmen gibt es erst seit kurzem in der Profiliga des Americas-Cups. Übersteigt die Organisation einer solchen Veranstaltung die Möglichkeiten eines einzelnen Vereins, schliessen sich mehrere Vereine häufig zu einer Interessensgemeinschaft, einer Regattagemeinschaft, zusammen. In Deutschland werden alle großen Regatten von solchen Regattagemeinschaften veranstaltet, auch wenn sie nicht immer diese Bezeichnung in ihrem Namen tragen.
Wie in vielen anderen Sportarten sind die ehrenamtlichen Helfer bei der Regattasegelei mit großem Engagement dabei. Sie opfern einen erheblichen Teil ihrer Freizeit und ihres Urlaubs für diesen Sport. Als "Lohn" für ihre Mühen sind die Besten von ihnen häufig bei den großen Regatten in den verschiedensten Funktionen anzutreffen.
Die lange Tradition des HSC, ....
Bereits 1898 veranstaltete der Club die erste Nordseeregatta in der Geschichte des Deutschen Segler-Verbandes von Cuxhaven nach Norderney, erstmalig in Verbindung mit der gleichfalls ausgerichteten Hochseefischer-Regatta Hamburg - Cuxhaxen. Die aus dieser Veranstaltung hervorgegangene Nordseewoche mit ihren Zubringerregatten von der Weser, Jade und der Elbe nach Helgoland, der Regatta "Rund um Helgoland", der "Helgoländer Acht", Helgoland - Edinburg oder Helgoland - Kiel "Skagen Rund", heute "Pantaenius Rund Skagen", wird auch heute noch als das Deutsche Hochsee-Segelereignis vom Hamburger Segel-Club mit veranstaltet und ausgerichtet.

1927 ist das erste Jahr, in dem der Hamburger Segel-Club als mitveranstaltender Verein an der Travemünder Woche teilnimmt. Voran ging die rege Teilnahme von Seglern des Vereins auf Elbe-, Nord- und Ostseeregatten zwischen England und Norwegen, zwischen Dänemark und Danzig.
Auch an der Kieler Woche ist der Hamburger Segel-Club bis heute als Mitveranstalter von Seeregatten und Wettfahrten auf den Dreiecksbahnen beteiligt. So segelt seit Jahren die olypische 470er Klasse auf der Bahn des Clubs, ebenso wie viele andere nationale Klassen in der ersten Hälfte der jetzt zweigeteilten Woche.
Seit einigen Jahren sind auch die alten Beziehungen des Hamburger Segel-Clubs zur Warnemünder Woche wieder aufgenommen worden. Wie schon in der Vorkriegszeit gehört der Club wieder zu den Veranstaltern der unter der Federführung des Warnemünder Segel-Clubs ausgerichteten Regatten auf einem der wohl sportlich hochwertigsten Reviere der Ostseeküste. Hier bilden die Warnemünder Segler zusammen mit dem BYC und dem HSC den Kern der Organisatoren auf den Inshore-Bahnen.
... sie reicht bis in die Gegenwart :
Der Hamburger Segel-Club ist in vielfältiger Weise im nationalen und intenationalen Regattageschehen aktiv, durch die Teilnahme seiner Mitglieder an Regatten jeder Kategorie, und als Veranstalter und Ausrichter von vielen kleinen und grossen Regatten.

So sind Mitglieder des HSC weltweit auf vielen grossen Veranstaltungen anzutreffen, auf Weltmeisterschaften, Kontinent- und nationalen Meisterschaften, auf Klassen- und Jugend- Regatten. Sie starten beim Admiralscup und Sardiniascup und haben diese mehrfach gewonnen.
Durch die Lage des Clubs an der Hamburger Aussen-Alster begünstigt, werden auf der Alster zwischen April und Dezember eine Vielzahl von Regatta-Veranstaltungen durchgeführt. Verbands- und Pokalregatten im Frühjahr und im Herbst, Jugend- und Klassenregatten zusammen mit den jeweiligen Klassenvereinigungen und große Sonderveranstaltungen wie die Holzboot-Regatta und die Meisterschaft der Meister. Aber auch für Segler, die nicht den Ehrgeiz haben, Meisterschaftslorbeeren zu sammeln, werden große Veranstaltungen angeboten: die Alster-Glocke und das ganze Jahr über die (Mittwochs-) Känguruh-Regatta. Für Veranstaltungen wie Meisterschaften, bei denen die Außen-Alster zu klein ist, wird auf andere Reviere mit Hilfe befreundeter Clubs ausgewichen.
Auch im Match Race nimmt der HSC inzwischen eine bedeutende Rolle ein. Am Anfang stand die "Meisterschaft der Meister", zusammen mit der Zeitschrift "Yacht" und der hanseboot durchgeführt. Seit dem Jahr 2000 veranstaltet der HSC selbst die "Meisterschaft der Jugendmeister". Nach 2002 in 2005 zum 2. Male die Deutsche Meisterschaft (Open und Women) im Match Race, im Jahr 2006 die Europameisterschaft im Match Race (Open). Seit dem Jahr 2003 wird das Damen Match Race "Ladies Open" als internationale ISAF-Veranstaltung ausgerichtet. Als weitere Ranglistenregatten werden die Alster-Acts durchgeführt.
Auf der Elbe, der Nordsee und der Ostsee ist der HSC auch heute fest in das Regattageschehen eingebunden. Auf der Elbe wird die Glückstadt- Regatta gemeinsam mit dem NRV veranstaltet, auf der Nordsee die Nordseewoche als Mitglied der Regattagemeinschaft Nordseewoche. Auf der Ostsee ist der Hamburger Segel-Club e.V. Mitveranstalter der Kieler Woche, der Warnemünder Woche und der Travemünder Woche.
Das Race-Committee des HSC:
Dem HSC stehen mehrere Wettfahrtteams für hochrangige Regatten zur Verfügung, mit Peter Ramcke (IRO) (linkes Bild) und Lennart Klemp als Leiter. Zwei International Judge und einen International Umpire: Rainer Heinrich (IJ) und Manuel Hünsch (IJ/UI), nationale Schiedsrichter mit DSV-Lizenz: Erika Breckwoldt, Claus Dederke, Max Georg Kahler, Lennart Klemp, Hilke Reuter, Stefan Roth und Stephan Zeyn stehen dem HSC zur Verfügung. Weitere Wettfahrtleiter mit DSV-Lizenz: Claus Dederke, Sven Johannsen, Frank Kohlstädt, Stefan Roth und Dr. Lutz Wisser.
Seit 1992 wurden unter der Leitung dieser Teams mehr als 51 Deutsche-, Europa- oder Weltmeisterschaften durchgeführt. Sollte Ihre Klasse einmal ein hochrangiges Event veranstalten wollen, es fehlt jedoch an einem Team oder Schiedsrichtern, sprechen Sie uns an!
Eine der Grundlagen für den Erfolg der HSC-Wettfahrtleitungen hat unser verstorbener Kamerad