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Am Mittwoch, den 2. Juli 2008 ab 18:30 Uhr startet die 350. Känguruh-Wettfahrt des Hamburger Segel-Club (HSC) mit anschließender Siegerehrung und Jubiläumsfeier auf der Hamburger Außenalster.
Seit 1992, dem Jahr des 100. Jubiläums des Hamburger Segel-Club (HSC), findet diese nicht nur bei Hamburger Seglern beliebte Regatta jeden Mittwochstatt. Zwischen Ende April und Mitte September gehen ca. 200 verschiedene Boote aus vielen Hamburger Vereinen in den unterschiedlichsten Bootsklassen an den Start, pro Wettfahrt ca. 70 Boote.
"Känguruh" - diesen Namen hat die Regatta nach dem Spitznamen ihres Erfinders und heutigen ISAF-Chefvermessers G.O. Ahlers (HSC) erhalten. Er arbeitete als Schiffsbauingenieur in Australien, bevor er im Deutschen Segler-Verband für Bootsvermessungen und -Kontrollen zuständig wurde. Das besondere an dieser Regattaform ist das Segeln nach vorausberechneten Zeiten. Da sehr unterschiedliche Boote mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten teilnehmen, wird die Vergütung der einzelnen Boote, die bei "normalen" Regatten nachträglich auf die gesegelte Zeit aufgerechnet wird, im Voraus auf Grund des Rennwertes, der Windverhältnisse und der Bahnlänge ermittelt. Die Bootsklassen starten nacheinander, die langsamsten zuerst und die schnellten als letztes, und am Ende ist das erste Boot im Ziel auch der Sieger nach vorausberechneter Zeit.

Dass eine Regatta so viel Anklang bei den Teilnehmern findet, haben sich die Organisatoren vor 16 Jahren nicht träumen lassen. Ziel war damals, die Boote, die von ihren Eignern nur sporadisch an Wochenenden gesegelt wurden, regelmäßig zum (Wett-) Segeln auf die Alster zu bekommen. Der Mittwochabend war (und ist auch noch heute) der ideale Tag, um nach Feierabend für eine Stunde konzentriert dem Segelsport nachzugehen und anschließend in gemütlicher Runde den Abend ausklingen zu lassen. Die zentrale Lage der Außenalster macht es möglich, aus dem Büro direkt aufs Wasser zu gehen.
Die Vielzahl der unterschiedlichen Boote erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Fairness, und ist somit ein gutes Training, um anschließend bei einer Klassenregatta weiter vorne mitmischen zu können. So werden am 2. Juli auch die Boote, die zwischenzeitlich an der Kieler Woche teilnehmen, schnell wieder ausgepackt und für den Mittwoch an die Alster gelegt, um nach der Wettfahrt für die Warnemünder Woche eingepackt zu werden. Aber auch für die Boote und ihre Crews, die keine Klassenregatten segeln, ist die Känguruh-Regatta eine ideale Möglichkeit, regelmäßig Regattaluft zu schnuppern und sich seglerisch weiter entwickeln zu können.
Das Team um Wettfahrtleiter Claus Dederke hat sich für Siegerehrung an diesen besonderen Tag einiges vorgenommen, um die 350. Wettfahrt bis in den späten Abend zu feiern. Alle aktiven und ehemaligen Känguruh-Segler sowie die Mitglieder und Freunde des Hamburger Segel-Clubs sind dazu herzlich eingeladen.