Hervorgegangen aus dem Hamburger Yacht-Club, gegründet am 07. Oktober 1892 und im Jahre 1926 wiedervereinigt mit dem Hamburger Segel-Verein, wird der Club seit dem 01. Januar 1927 im Vereinsregister zu Hamburg als Hamburger Segel-Club mit dem heute noch bestehenden Stander geführt.
Die Gründungsväter des Hamburger Yacht-Clubs schrieben die Pflege des Renn- und Wandersegelns in ihre Statuten und traten vier Wochen später dem vier Jahre zuvor gegründeten Deutschen Segler-Verband bei. Nach fünf Jahren zählte der Hamburger Yacht-Club 343 Mitglieder und 87 Fahrzeuge. 46 Wett- und Geschwaderfahrten wurden in dieser Zeit veranstaltet, in denen 922 Boote unter dem roten Stander mit dem weißen Andreaskreuz und schwarzen Ball in der Mitte gestartet waren.

SY "Freya"
1899 war der Hamburger Yacht-Club mit 424 Mitgliedern der drittgrößte deutsche Segelverein. Der Erfolg des Vereins basierte schon damals auf seinen Mitgliedern:
In England hatte der Ragattsport schon lange einen hohen Stellenwert. Dort wurde bereits seit 1851 vor der Isle of Wight der Queen´s Cup - später America´s Cup - ausgesegelt. Kaiser Wilhelm II. war zum damaligen Zeitpunkt der große Förderer des deutschen Segelsportes. Die "Meteor I", ex "Thistle" aus England zeigte die Deutsche Flagge vor England. Auch der Hamburger Yacht-Club hatte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt intensive Kontakte zur britischen Insel und zu beiden Seiten des Kanals, dokumentiert durch die damaligen Ehrenmitglieder, den Präsidenten des Royal Temple Yacht Club London und dessen Sekretär, Baron Ferdinand von Rothschild, sowie durch den Präsidenten und Sekretär der Union des Yachts Francais Paris.
1926 vereinigen sich die bereits 1895 getrennt gehenden Mitglieder des Hamburger Yacht-Clubs und Hamburger Segel-Vereins zum Hamburger Segel-Club. Wie ihre Namen verschmolzen auch ihre Stander. 1925 ist auch das erste Jahr, in dem der Hamburger Segel-Club zusammen mit anderen Vereinen aus Norddeutschland die Nordsee-Woche vor Helgoland ausrichtet, ab 1927 als mitveranstaltender Verein an der Travemünder Woche teilnimmt und ab 1928 zusammen mit dem Kieler Yacht-Club und dem Norddeutschen Regatta Verein die Kieler Woche veranstaltet.
Die Segelaktivitäten erstrecken sich auf Elbe, Kiel, Ratzeburg, die Havel, Warnemünde und Sandhamn, die Ostsee-Woche in Danzig und natürlich auf die Alster. Viele neue Ragatta-Klassen entstehenund finden Interesse in den Segelclubs in Hamburg. Unter dem Clubstander segeln rassige Yachten wie der Schärenkreuzer "Freya", der 75er Nat. Kreuzer "Ingeborg VIII" und die "Carla IV" von Otto Schümann..........
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| SY "Freya" | Die 12m R-Klasse |
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| Die 5,5m R-Klasse | |
Mit seinem ersten Vorsitzenden nach dem Krieg, Carl Georg Gewers, hat nicht nur der Hamburger Segel-Club, sondern der deutsche Segelsport insgesamt den richtigen Mann zur richtigen Zeit an seiner Spitze. Schon Ende 1945 kann auf der Alster, ab 1946 eingeschränkt auch auf der Elbe wieder gesegelt werden, nachdem Gewers erreichte, daß die von den Engländern beschlagnahmten Boote und Yachten wieder freigegeben wurden. Auf dem Seglertag in Flensburg wurde Carl Georg Gewers zum Vorsitzenden des neugegründeten Deutschen Segler-Verbandes einstimmig gewählt. 1950 ist der Hamburger Segel-Club verantwortlicher Veranstalter der Kieler Woche. Carl Georg Gewers hat das Segeln in Deutschland wieder zu einem unabhängigen, bald auch wieder international anerkannten Sport gemacht.
Zu den prägenden Mitgliedern des Hamburger Segel-Club auf der Seite der Konstrukteure gehört auch Ernst Lehfeld, ambitionierter und erfolgreicher Segler in der O-Jolle. Er konstruierte neben vielen anderen Jollen und Jollenkreuzern für die Jüngsten das "Puschenboot", später den "Korsar", der 1960 nationale Klasse wurde und den "Zugvogel", ebenfalls nationale Klasse seit 1965.
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| Drachen G 147 | Gewinner des "Felca-Preis" im Drachen |
Der Hamburger Segel-Club ist ein Club der Wander- und Fahrtensegler. Der dies sagt, ist Hans Otto Schümann, von 1958 bis 1999 "Chef", seitdem Ehrenvorsitzender und Kommodore des Hamburger Segel-Clubs und zugleich erfolgreichster deutscher Hochseesegler. Auch hier verbinden sich wiederum die Geschicke des Clubs mit denen des Deutschen Segler-Verbandes, dessen Vizepräsident er von 1956 bis 1969 und von 1973 bis 1984 war, danach von 1985 bis 1993 Präsident und seitdem Ehrenpräsident. Mit seinen Yachten "Rubin I" bis "Rubin XV" nahm und nimmt er an allen großen Regatten, insbesondere der Cowes Week, der Nordseewoche und dem Admiral´s Cup, erfolgreich teil. Der Hamburger Segel-Club könnte sich in Deutschland als "Heimat des Admirals Cup" bezeichnen. 1973, 1985 und 1993 gewann Hans-Otto Schümann mit seinen Yachten, die immer den Namen "Rubin" trugen, zusammen mit jeweils zwei Yachten aus anderen deutschen Clubs im Team diese inoffizielle Weltmeisterschaft im Hochseesegeln vor Cowes auf der Isle of Wight. 1997 belegte er mit dem deutschen Admiral´s Cup Team - "Pinta" (W. Illbruck), "Tina-i-Punkt" (T. Friese, HSC), "Rubin XIV" (H.O. Schümann) Rang 2. in der Nationenwertung. 1999 bildeten drei Yachten des Hamburger Segel-Club das deutsche Team mit den Yachten "Rubin XV", "MKcaffee" und "Jeantex".
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| Hans-Otto Schümanns "Rubin XIV" |
Riesenjubel 1999 an der Kieler Förde: Der Thomas Friese - Hamburger Segel-Club - hat mit seiner rund zwölf Meter langen Rennyacht "Thomas-i-Punkt" die Weltmeisterschaft in der Mumm-36-Klasse im Rahmen der Kieler Woche gewonnen. Damit ist Friese der erfolgreichste deutsche Skipper der letzten zehn Jahre: zum dritten Mal nach 1996 und 1997 konnte er den Titel in der Mumm-36-Klasse gewinnen, so oft wie kein anderer Skipper.
Mit Frank Schönfeld, Sven und Günther Naumann, Julia Pechstein, Wolfgang Goeken, Peter Langer-Langmaak, Florian Spalteholz, Jan Böttcher, Silke und Maren Hahlbrock, Marion Rommel und Bernadette Zipfel gewinnen Seglerinnen und Segler des Hamburger Segel-Club zwischen 1993 und 2007 Deutsche und Europa-Meisterschaften in diversen Jollenklassen.
2005 gewinnt Detlef Mohr - Hamburger Segel-Club zum 9. Male die Europameisterschaft in der Hobie 16 Klasse, mit dem Sieg 2001 in der Kieler Woche trägt er sich in die ewige Bestenliste ein.
Zwischen 1992 und 2005 richtet der Hamburger Segel-Club allein oder zusammen mit anderen Segel-Clubs 37 offizielle Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaften aus.